Der tägliche Kojote

Mein Leben mit einem Prairiewolf

Das Cover zeigt Charlie als Welpe.

Eigentlich wollte die Autorin und Fotografin Shreve Stockton von San Francisco in ihre Heimatstadt New York zurückzukehren. Koffer und Möbel waren für den Umzug gepackt. Sie selbst aber wollte die Fahrt auf ihrer Vespa quer durch den Kontinent machen. Auch der Westen und Wyoming lagen auf der Route. Seine wilde Landschaft, seine rote Erde, die Einsamkeit und Weite, die sagenhaften Bighorn Mountains faszinieren sie so sehr, dass sie ihre New Yorker Wohnung wieder aufgab, weil es sie zurück in den Westen zog. Nahe Ten Sleep, einem 300 Seelen Ort, findet Shreve zwar eine Holzhütte, hat aber keinen Job und kennt bisher nur das komfortable Leben in einer Großstadt mit langen Nächten in rauchigen Szenekneipen.

In Wyoming lernt sie Holzvorräte für den Winter sammeln, mit wenig Wasser auszukommen und auf  12 qm mit einer Katze und einem Kojotenbaby zu leben.

Shreve Stockton
Der tägliche Kojote
Mein Leben mit einem Prairiewolf
Eine wahre Geschichte über Liebe, Freiheit und Vertrauen

Oktober 2009
Hardcover, durchgehend mit Farbfotografien illustriert
ca. 320 Seiten, € 19,80
ISBN 978-3-86671-058-0

Preis: 19,80 EUR
 

„Der tägliche Kojote“ bietet ein spannendes und faszinierendes Leseerlebnis über die amerikanische Wildnis. Shreve Stockton schreibt über ihre persönlichen Erlebnisse im Zusammenleben mit einem Kojotenbaby und seine Gewöhnung an Menschen.
Hallo Hund

Eine wahre Geschichte über Liebe, Freiheit und Vertrauen
Wir fanden den englischen Buchtitel 'The Daily Coyote' so interessant und treffend, dass wir ihn wörtlich übersetzt haben: 'Der tägliche Kojote' ist ein Buch über die wunderbaren Möglichkeiten, die uns das Leben bietet, wenn wir mutig sind.

»Shreve Stocktons Erlebnisse im Zusammenleben mit einem Tier aus der Wildnis und seine Gewöhnung an Menschen ist spannender und faszinierender Lesestoff.« Publishers Weekly

 

Die deutsche Wolfsexpertin, Elli Radinger, Chefredakteurin des 'Wolf Magazin' schreibt über 'Der tägliche Kojote':

 

Eine hübsche junge Frau, eine Landschaft, die den Atem anhalten lässt, und ein wildes Tier. Das ist der Stoff, aus dem 'Der tägliche Kojote' gemacht ist.
Ich muss vorwegschicken, dass ich ein absoluter Fan der kleinen, klugen Kaniden bin, die ich bei meiner langjährigen Arbeit im Yellowstone-Wolfsprojekt immer wieder beobachten kann.
Stocktons Buch hat mich verzaubert, wenngleich einzelne Passagen, in denen es um das Töten von Kojoten geht, nur schwer zu ertragen sind.


'Der tägliche Kojote' ist ein Buch, in dem immer wieder zwei Welten aufeinandertreffen: Die tierliebe Autorin möchte 'ihren' Kojoten vor allem Bösen beschützen, ist dadurch aber im Ranchland Wyoming gezwungen, ihn an die Leine zu legen und ihn so seiner Freiheit zu berauben. Ihr Freund tötet im Auftrag der Regierung Kojoten, rettet aber Charlie, um ihn Shreve zu schenken. Er verdient seinen Lebensunterhalt als Jagdführer und bringt es gleichzeitig nicht über das Herz, seine alten Kühe zu töten, sondern gibt ihnen ein Gnadenbrot auf der Ranch.

Hier der Jäger und Rancher, dort die Tierfreundin, die dem Leser im Laufe des Buches auf behutsame Weise beibringt, dass das Leben nicht nur Schwarz oder Weiß ist, sondern viele Facetten haben kann. Gerade diese Widersprüche und Zwiespältigkeiten machen meiner Meinung nach den besonderen Reiz des Buches aus. Es ist eine große Lektion in Toleranz.
Dabei hinterfragt die Autorin auch immer wieder selbstkritisch ihre eigene Rolle im Leben und bei der Haltung des Kojoten. Als Charlie anfängt, sie anzuknurren und zu beißen, ist es an der Zeit, ihre Beziehung zu dem Tier neu zu überdenken. Die Lösung, die sie findet, ist ebenso verblüffend wie wirksam ...

Das Buch lebt natürlich auch von seinen wunderbaren Kojoten- und Landschaftsbildern. Wer sich nach der Lektüre immer noch nicht verliebt hat - sowohl in den Kaniden als auch in die Landschaft von Wyoming - ist selber schuld.

Ein großes Kompliment auch der Übersetzerin Kerstin Winter, die sich nicht nur durch eine wunderbare Sprache sondern auch noch durch Fachkenntnisse auszeichnet. So hat sie als eine der wenigen ihres Faches unter anderem 'elk' mit 'Hirsch' und 'moose' mit 'Elch' korrekt übersetzt (was leider heutzutage immer noch viel zu oft falsch gemacht wird).

Dem Autorenhaus-Verlag ist mit diesem Buch ein echter Glücksgriff gelungen. Ich wünsche mir, dass es von möglichst vielen Menschen gelesen wird.